PHP-Sicherheitsupdate: So haben wir die betreuten Websites abgesichert
Gestern veröffentlichte das PHP-Projekt ein außerplanmäßiges Sicherheitsupdate für zwei kritische Schwachstellen. UEBERBIT sicherte die Websites im eigenen Hosting soweit möglich bereits vor der Veröffentlichung ab und begann direkt nach Erscheinen des Patches mit dem Update der betroffenen Systeme. Wir erklären unser Vorgehen und zeigen, was Betreiber von PHP-Websites jetzt prüfen sollten.
Was ist über die PHP-Sicherheitslücken bekannt?
Die Schwachstellen CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619 erlauben es Angreifern, ohne Anmeldung Code auf Webservern auszuführen. Experten sprechen von einer Remote-Code-Execution-Lücke (RCE), die es ermöglicht, aus der Ferne eigenen Programmcode auf fremden Servern zu starten. PHP bildet die Basis vieler Websites und Content-Management-Systeme wie Drupal und TYPO3. Da Details zu den Lücken bereits vor dem offiziellen Update bekannt wurden, begannen Angriffe unmittelbar nach der Veröffentlichung um 16 Uhr.
Wie hat UEBERBIT reagiert?
UEBERBIT informierte die betroffenen Kundinnen und Kunden noch vor 16 Uhr über das geplante Vorgehen und handelte in vier Schritten:
1. Schutzmaßnahmen vor der Veröffentlichung: Wir passten die Konfigurationen auf unseren Servern an, um verdächtige Anfragen abzufangen, bevor sie PHP erreichten. Die Websites blieben online, jedoch waren Datei-Uploads über Webformulare vorübergehend gesperrt.
2. Updates einspielen: Sobald die gepatchten PHP-Pakete verfügbar waren, installierten wir sie, starteten die betroffenen Dienste neu und hoben die Einschränkungen auf.
3. Ältere PHP-Versionen sichern: Für PHP 8.1 und ältere Versionen liefert das PHP-Projekt keine offiziellen Fixes mehr. Auf diesen Systemen bleiben die Schutzmaßnahmen aktiv, bis wir ein Versionsupgrade mit den Kunden abgestimmt haben.
4. Systeme überwachen: Unser Team beobachtet die Server weiterhin und reagiert sofort, wenn Hinweise auf Angriffe auftauchen.
Gegen 20 Uhr war die Situation im UEBERBIT-Hosting unter Kontrolle.
Warum ist es hilfreich, wenn Entwicklung und Betrieb zusammenarbeiten?
Ein Team, das sowohl Anwendungen als auch Server kennt, reagiert bei Sicherheitslücken schneller und gezielter. Wir wussten, welche Systeme welche PHP-Version nutzen und welche Funktionen eine vorübergehende Sperre betreffen. So konnten wir Schutzmaßnahmen vorbereiten, bevor das Update erschien, und den Betrieb der Websites aufrechterhalten.
Was sollten Website-Betreiber jetzt prüfen?
Betreiber von PHP-Websites sollten umgehend mit ihrem Hosting-Dienstleister klären, ob die Systeme abgesichert sind. Diese Fragen helfen bei der Einschätzung:
- Welche PHP-Version läuft auf dem Server, und ist das Update bereits installiert?
- Läuft die Website noch auf PHP 8.1 oder älter? Dann ist ein Versionsupgrade der nachhaltige Weg.
- Gibt es seit dem 21. Oktober auffällige Anfragen in den Server-Logs?
- Wer ist im Ernstfall für Updates und Monitoring verantwortlich?
Wie UEBERBIT Hosting, Security und Monitoring dauerhaft organisiert, erfahren Sie auf der Seite Managed Services.