Susanne Philipp, Unternehmenskommunikation 01.09.2026

30 Jahre. 30 Fragen, Blogbeitrag #17: Entstehen durch unsere Schulungen Anwender – oder Multiplikatoren?

Blogbeitrag: Entstehen durch unsere Schulungen Anwender – oder Multiplikatoren?

In vielen Teams gibt es diese eine Person, die alle bei Fragen zur neuen Software ansprechen. Sie kennt die Tricks, weiß, wo man klicken muss, und hilft schnell. Das ist praktisch – aber auch ein Warnsignal. Denn wenn das Wissen über eine Lösung nur bei wenigen liegt, wird es fragil. Geht diese Person in Urlaub, wechselt die Abteilung oder verlässt das Unternehmen, verschwindet mit ihr das Know-how.

Ob es so weit kommt, hängt stärker von der Schulung ab, als viele denken. Eine Schulung vermittelt nicht nur Wissen, sondern prägt auch, wie Menschen über eine Lösung denken. Beschränkt sie sich auf Funktionen, entsteht reine Bedienkompetenz: Die Mitarbeitenden wissen, welcher Knopf was tut, aber nicht, warum der Umstieg ihren Arbeitsalltag verbessert. Ohne dieses Verständnis fehlt es an Sicherheit und Begeisterung.

Handgriffe beherrschen oder Zusammenhänge verstehen

Der Unterschied zeigt sich, wenn es hakt. Wer nur Handgriffe gelernt hat, kommt zurecht, solange alles wie im Schulungsszenario läuft. Tritt eine ungeübte Situation auf, ist Schluss – dann wird wieder die Kollegin gefragt, die sich auskennt.

Wer hingegen den Sinn hinter der Lösung versteht, kann mitdenken, sich selbst helfen und andere anleiten. Damit das gelingt, lohnt sich schon beim User Training ein prüfender Blick: 

- Verstehen die Teilnehmenden nur die Handhabung – oder auch den Sinn dahinter? 

- Können sie ihr Wissen weitergeben? 

- Entsteht Vertrauen im Umgang mit der Lösung? 

- Gibt es Menschen, die das System aus eigenem Antrieb fördern? 

Tendieren die Antworten Richtung „reine Handhabung“, erfüllt die Schulung zwar formal ihren Zweck, verfehlt aber ihr eigentliches Ziel.

Vom Anwender zum Multiplikator

Gute Onboardings bringen mehr hervor als geübte Anwenderinnen und Anwender. Sie fördern Multiplikatoren: Menschen, die ihr Wissen teilen, Unsicherheiten abbauen und ihr Team mitziehen. Solche Multiplikatoren wirken anders als jedes Handbuch. Sie sind ansprechbar, kennen die Abläufe vor Ort und sprechen die Sprache ihrer Kolleginnen und Kollegen. 

Ein Handbuch vermittelt Wissen von Seite zu Seite, ein Mensch von Person zu Person. So entsteht Sicherheit im Umgang mit einer neuen Lösung. Akzeptanz wächst selten durch Dokumentation, sondern durch Menschen, die glaubwürdig zeigen, dass sich der neue Weg lohnt.

Wissen, das nicht an Einzelne gebunden bleibt

Damit Wissen nicht an einzelne Personen oder Termine gebunden bleibt, setzt UEBERBIT neben klassischen Schulungen auf Erklärvideos. Diese stellen digitale Lösungen und ihre Anwendung verständlich vor. Unternehmen können so ihre Mitarbeitenden über Länder- und Standortgrenzen hinweg schulen – auch, wenn jemand später dazukommt.

Am Ende entscheidet nicht die einzelne Schulung über den Erfolg einer Lösung, sondern das, was von ihr bleibt: ein paar Wissende – oder eine ganze Organisation, die die neue Lösung eigenständig trägt. 

Susanne Philipp, UEBERBIT GmbH

Über die Autorin

Susanne Philipp
Unternehmenskommunikation

Mit einem Fokus auf Content Marketing, PR und Employer Branding gestaltet Susanne Kommunikation, die Klarheit schafft und digitale Veränderung begleitet.