Susanne Philipp, Unternehmenskommunikation 05.11.2026

Digitale Souveränität im eigenen Haus: Relaunch von Cogo und DIAS

Blogbeitrag "Digitale Souveränität im eigenen Haus: Relaunch von Cogo und DIAS"

UEBERBIT organisiert Zeiterfassung, Controlling und Projektmanagement mit zwei selbst entwickelten Tools: der Planungs- und Abrechnungssoftware DIAS und dem Projektmanagement-System Cogo. Beide haben wir dieses Jahr neu aufgesetzt. Die technische Basis bleibt Open Source, den Betrieb übernehmen wir selbst. Der Relaunch zeigt, wie eng diese Tools mit unserem Verständnis von digitaler Souveränität verknüpft sind.

Was digitale Souveränität für Unternehmenssoftware bedeutet

Digitale Souveränität ist die Fähigkeit eines Unternehmens, über eigene Daten, Systeme und Prozesse selbst zu entscheiden. Besonders deutlich wird das bei Software für Projektsteuerung und Abrechnung – also bei Tools wie Cogo und DIAS. Hier liegen Kundendaten, Kalkulationen und oft das Wissen aus Jahren der Projektarbeit.

Viele Unternehmen setzen auf SaaS-Lösungen. Das funktioniert, solange der Anbieter mitspielt. Kritisch wird es, wenn:

  • Lizenz- und Nutzerkosten plötzlich steigen. 
  • Funktionen ohne Einflussmöglichkeit geändert oder gestrichen werden. 
  • ein Dienst eingestellt wird und der Datenexport unter Zeitdruck erfolgen muss.
  • Prozesse sich dem Tool anpassen müssen, weil es keine Anpassungsoptionen gibt. 

Open-Source-Software, deren Quellcode offen einsehbar ist, erlaubt freie Nutzung, Anpassung und Weiterentwicklung. Seit 1996 setzen wir auf Open Source, um Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern zu vermeiden. Diesen Anspruch stellen wir auch an unsere eigenen Werkzeuge.

Warum UEBERBIT auf Eigenentwicklungen setzt

Cogo und DIAS haben wir selbst entwickelt, weil sie unsere Arbeitsweise abbilden und uns die Kontrolle über Daten und Weiterentwicklung geben. DIAS begleitet uns seit 2005, Cogo seit rund 15 Jahren. Auch den Betrieb der beiden Tools übernehmen wir selbst.

Unsere Tools sorgen für Transparenz: Projekthistorien bleiben nachvollziehbar, Informationen sind für alle Beteiligten sichtbar. Neue Funktionen entstehen dort, wo unser Team sie im Alltag benötigt. Mehr zu unserer Haltung finden Sie auf der Themenseite zur digitalen Souveränität.

Cogo 4.0: übersichtlicher im Projektalltag

Cogo 4.0 macht die tägliche Projektarbeit klarer und effizienter. Die neue Version unseres Drupal-basierten Projektmanagement-Systems entstand aus vielen kleinen Entscheidungen, die wir gemeinsam mit den Nutzerinnen und Nutzern getroffen haben. Besonders die Ticketübersicht, der Texteditor und die Navigation wurden überarbeitet.

Wie Cogo 4.0 im Alltag funktioniert, zeigt unser kurzer Rundgang: Video zu Cogo 4.0 ansehen

DIAS 4.0: Planung und Abrechnung in einem System

DIAS 4.0 bündelt Zeiterfassung, Ressourcen- und Projektplanung, Angebote, Rechnungen und Auswertungen in einem System. Der technische Anlass für den Relaunch war die veraltete PHP-Version der Vorgängerversion und das nicht mehr unterstützte Framework.

Wir haben DIAS neu konzipiert und die intensivsten Nutzerinnen und Nutzer – unsere Projektmanagerinnen und Projektmanager – von Anfang an eingebunden. Planung und Rechnungsstellung laufen jetzt vollständig in DIAS, separate Excel-Tabellen und Word-Vorlagen entfallen.

Technisch basiert DIAS 4.0 auf bewährten Open-Source-Komponenten wie dem PHP-Framework Symfony und der Datenbank MariaDB.

30 Jahre Open Source: unsere Unternehmenswerte

Open Source schafft Wahlfreiheit, verlangt aber kontinuierliche Pflege. Das Ende des alten DIAS-Frameworks hat uns gezeigt, wie wichtig diese Pflege ist. Weil Code und Daten bei uns liegen, konnten wir Zeitpunkt und Technologie des Relaunchs selbst bestimmen.

Aus unserer Arbeit an Cogo, DIAS und Kundenplattformen haben wir diese Erfahrungen gewonnen:

  1. Updates fest einplanen: Frameworks und Programmiersprachen haben Lebenszyklen. Regelmäßige Wartung spart teure Notlösungen.
  2. Auf etablierte Frameworks setzen: Drupal und Symfony bieten ein stabiles Fundament mit großer Community. Die eigene Entwicklungsarbeit konzentriert sich dann auf die Fachlogik.
  3. Power-User früh einbinden: Workshops mit den täglichen Nutzerinnen und Nutzern vermeiden spätere Korrekturschleifen.
  4. Daten unter Kontrolle behalten: Betrieb im eigenen Haus oder Hosting in Deutschland sorgt dafür, dass Sie jederzeit wissen, wo Ihre Informationen liegen.

Eigene Software kommt heute für mehr Unternehmen infrage als noch vor wenigen Jahren. Setzen Entwicklungsteams KI-Agenten verantwortungsvoll ein, mit klaren Vorgaben und menschlicher Prüfung jedes Ergebnisses, entsteht Code schneller und die Entwicklungskosten sinken spürbar. Die gewonnenen Kapazitäten fließen in die passgenaue Anpassung an die Abläufe im Unternehmen. So werden Custom Applications auch dort realistisch, wo eine Eigenentwicklung bisher zu aufwendig war, und zu einem Baustein für Wettbewerbsvorsprung und digitale Souveränität.

2026 feiert UEBERBIT sein 30-jähriges Bestehen. Die Entscheidung für Open Source aus dem Gründungsjahr 1996 bewährt sich bis heute – in Kundenprojekten ebenso wie bei unseren eigenen Werkzeugen.

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Susanne Philipp, UEBERBIT GmbH

Über die Autorin

Susanne Philipp

Unternehmenskommunikation

Mit einem Fokus auf Content Marketing, PR und Employer Branding gestaltet Susanne Kommunikation, die Klarheit schafft und digitale Veränderung begleitet.