DrupalCon Rotterdam 2026: Unser Erfahrungsbericht
Ein Tag AI Dev Summit, drei Tage DrupalCon, aufgefrischte Zertifizierungen und viele gute Gespräche: Auch 2026 war ein Team von UEBERBIT wieder auf der DrupalCon Europe in Rotterdam dabei. Das bestimmende Thema in diesem Jahr war eindeutig: künstliche Intelligenz und die Frage, wie sie Entwicklerinnen, Entwickler und Redaktionen im Alltag wirklich unterstützen kann. Hier unsere wichtigsten Eindrücke.
Auftakt mit dem AI Dev Summit
Den Anfang machte am Montag der AI Dev Summit, und der hatte es in sich. In sieben Stunden behandelten neun Sessions ein breites Spektrum an Themen rund um KI in Drupal. Zum Abschluss bildeten sich vier Diskussionsgruppen, die jeweils einen eigenen Schwerpunkt vertieften und ihre Ergebnisse anschließend im Plenum vorstellten.
Im Mittelpunkt standen dabei zwei Fragen: Wo stehen wir heute? Und wie lassen sich KI-Funktionen für Developer und User gleichermaßen verbessern? Dieser Blick auf beide Seiten hat den Summit für uns so wertvoll gemacht.
Persönlich konnte ich sehr viel mitnehmen – auch, weil Themen zur Sprache kamen, die in meinen bisherigen Projekten noch kaum eine Rolle gespielt haben. Besonders spannend waren neue Module und Methoden, mit denen sich KI zuverlässiger und sicherer einsetzen lässt. Für unsere Kundenprojekte ist das ein wichtiger Aspekt.
Die Driesnote: KI für redaktionelle Workflows
Schon die traditionelle Keynote von Drupal-Gründer Dries Buytaert machte deutlich, wohin die Reise geht. Wenig überraschend stand KI im Zentrum. Dries erklärte, wie KI-Funktionen in Drupal redaktionelle Abläufe vereinfachen und beschleunigen können.
Besonders im Zusammenspiel mit Drupal Canvas, dem neuen visuellen Page Builder, und den Site Templates zeigt sich, wie greifbar das bereits ist. Redaktionen sollen damit schneller zu fertigen Seiten kommen, ohne auf die Flexibilität und Struktur zu verzichten, für die Drupal steht.
Drupal ist relevanter denn je
Ein Thema, das uns als Drupal-Agentur besonders am Herzen liegt: Viele Menschen haben noch ein Bild von Drupal, das auf dem Stand von Drupal 7 stehengeblieben ist. Dabei ist das heutige Drupal deutlich moderner, zugänglicher und leistungsfähiger, als viele es für möglich halten.
Umso wichtiger ist es, Drupal mehr Sichtbarkeit zu verschaffen. Zu diesem Zweck wurde das Drupal Advocate Program ins Leben gerufen. Was dahintersteckt, beleuchten wir in einem eigenen Beitrag.
Neu in Drupal CMS 2.2: Mehrsprachigkeit ab der Installation
Die Vorstellung von Drupal CMS 2.2 brachte für uns ein Highlight, nämlich das Multilingual Setup Out of the Box. Schon während der Installation lassen sich jetzt mehrere Sprachen einrichten und festlegen, welche Bereiche der Website übersetzt werden sollen.
Gerade in mehrsprachigen Projekten, wie wir sie häufig umsetzen, spart das Zeit und sorgt von Beginn an für eine saubere Struktur.
Zertifizierungen aufgefrischt
Die DrupalCon bot außerdem die Gelegenheit, unsere offiziellen Drupal-Zertifizierungen auf den aktuellen Stand zu bringen. Diese Chance haben wir genutzt: Meine Kollegen Rico Döpner (links im Bild) und Willi Woldt (rechts im Bild) sind nun zertifizierte Drupal 11 Developer, Willi außerdem Drupal 11 Front End Specialist, und ich selbst (Bildmitte) darf mich offiziell Drupal 11 Site Builder nennen. So stellen wir sicher, dass unsere Kundinnen und Kunden von aktuellem, geprüftem Know-how profitieren.
Unser Fazit
Durch die Summits am Montag fiel die eigentliche DrupalCon in diesem Jahr einen Tag kürzer aus. Uns hat das gut gefallen: Am letzten Konferenztag lässt die Konzentration erfahrungsgemäß nach, und so blieb das Programm durchgehend kompakt und intensiv.
Wie immer war es schön, alte Bekannte wiederzutreffen und sich im Rahmenprogramm auszutauschen – etwa bei der Trivia Night. Diese spezielle Mischung aus fachlichem Input und lebendiger Community macht die DrupalCon für uns jedes Jahr aufs Neue besonders.
Wir würden uns freuen, auch bei der DrupalCon Europe 2027 in Edinburgh wieder Teil dieses großartigen Events und dieser Community zu sein.
Über den Autor
Benjamin Krosse
Backend Developer
Benjamin ist Backend Developer bei UEBERBIT und arbeitet seit Drupal 7 mit dem Content Management Framework. Die Entwicklung von Drupal hat er damit über mehrere Versionen hinweg aus der Praxis begleitet. Derzeit beschäftigt ihn vor allem die Frage, wie KI-Funktionen den Arbeitsalltag von Entwicklungsteams und Redaktionen erleichtern können.