Anja Roth, Beratung & Konzeption 10.08.2018

Volunteer Management - vom Graswurzel-Engagement zur gemeinsamen Unternehmenskultur

Volunteer Management

Gesellschaftliche Verantwortung, soziales Engagement und nachhaltiges Ressourcen-Management sind nach der wirtschaftlichen Wertschöpfung eines Unternehmens die wichtigsten Werte im Zusammenspiel mit Kunden, Kollegen, Partnern und der Gesellschaft. Verantwortung zeigen gehört wieder offiziell zum Bild des ehrbaren Kaufmanns und wird entsprechend sichtbar gemacht. So entstehen positive Effekte, die das Firmenimage fördern, die Position am Markt stabilisieren und Futter für eine emotionale Berichterstattung liefern. Das sind wichtige Aspekte für die eigene Positionierung und damit - nicht zuletzt - für das Finden und Binden guter Mitarbeiter.

Gesellschaftliche Verantwortung strahlt von innen nach außen

Viele Unternehmen in Europa feilen deshalb bereits an ihrer Strategie der Corporate Social Responsibility (CSR) und deren Umsetzung. Leider erreichen diese Maßnahmen die eigene Belegschaft oft nicht. Die individuellen sozialen Interessen und Aktivitäten der Mitarbeiter werden nicht oder zumindest nicht konsequent berücksichtigt. Hier geht ganz viel Potenzial verloren.

Wünschenswert wäre es stattdessen, die persönlichen Energien und das soziale Engagement jedes Einzelnen zu einer gemeinsamen Wertekultur zu verdichten und für den Aufbau einer authentischen CSR-Strategie zu nutzen.

Stellt sich die Frage, wie soll das funktionieren?

Corporate Social Responsibility im Graswurzelverfahren

Menschen engagieren sich in ihrer Freizeit für verschiedenste Aufgaben im gesellschaftlichen Kontext. Die einen mehr, die anderen weniger. Diese Energien gilt es in einer Belegschaft aufzuspüren und für eine gemeinsame soziale Strategie zusammenzubringen.

Die Möglichkeiten des digitalen Wandels kommen dem Thema CSR da gerade recht, denn digitale Strukturen und Kanäle sind für solche Graswurzel-getriebenen Konzepte ideal. Technische Funktionalitäten machen es möglich, schnell, pragmatisch und wirkungsvoll miteinander ins Gespräch zu kommen. Social-Media-Elemente sind beliebte Werkzeuge um zusammenzuarbeiten, Unterstützung sichtbar zu machen und gegenseitige Hilfe zu kanalisieren. Jeder einzelne, so viel er will und im eigenen Tempo.

Hilfsbereitschaft und Wertschätzung unter Kollegen fördern

Das Kollegium soll also gemeinsame Sache machen - im allerbesten Sinne, nämlich zum Wohle von Menschen in seiner Mitte. Die tägliche gute Tat kann an verschiedenen Stellen ansetzen: Zum Beispiel da, wo direkt Not an Mann oder Frau ist. Oder da, wo die persönliche Herzenssache von Kollegen dringend Schützenhilfe braucht.

Mitmachen muss einfach und transparent sein

Auf der Basis unserer Erfahrungen mit sozialen Intranets und dank jahrelanger Expertise im Bereich Gesellschaftliche Verantwortung haben wir ein Konzept für ein Volunteer Management System entwickelt, dessen Ziel es ist, soziale Projekte von Mitarbeitern sichtbar zu machen, zu bewerten und zu belohnen.

Dafür entwickeln wir eine digitale Plattform mit Schaufenstern, Treffpunkten und Kommunikationsformaten, die als Basis funktioniert und gleichzeitig Gestaltungsspielräume für strategische inhaltliche Schwerpunkte anbietet.

Dieses web-basierte Framework stellt Projektpatenschaften in den Mittelpunkt, über die jeder Mitarbeiter online sein soziales Anliegen unternehmensweit sichtbar machen kann. Die gesamte Belegschaft ist dann aufgerufen zu interagieren. Dabei ist vieles denkbar: Vom einfachen „Gefällt mir“, über das Kommentieren und Teilen bis zur Auszeichnung der beliebtesten Projekte. Auch aktive Unterstützung wie Spendenaktionen oder das Multiplizieren des Engagements kann unterstützt werden. Hier soll jedes Unternehmen individuell gestalten und mit Hilfe aller Mitarbeiter sein ganz eigenes Wertebild formen, das dynamisch wächst und sich zeitgemäß wandelt.

Gemeinsame Interessen machen stark

Mit unserem Konzept Volunteer Management System für die Umsetzung einer authentischen verantwortungsbewussten Unternehmenskultur erfahren und vermitteln Arbeitnehmer Anerkennung und Unterstützung über den beruflichen Alltag hinaus. Sie können stolz auf ihr soziales Engagement sein, das so wichtig und gut ist, dass der Arbeitgeber es fördert. Damit verbinden sich berufliche und private Interessen im bestmöglichen Sinne. Sicher auch ein überzeugendes Argument im Selbstverständnis von Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber.

So wird ein Social Intranet wirklich sozial

Einfacher Zugang, vertrauenswürdige Strukturen und wirkungsvolle Beiträge sind positiv treibende Motivatoren für die Zusammenarbeit in neuen digitalen Arbeitsstrukturen. Unser Volunteer Management System versteht sich als Ergänzung zu den klassischen Social Intranets. Es erweitert deren interne Aufgabenfelder und kommuniziert soziales Engagement als Beitrag eines kooperativen Gesamtklimas. Nutzer entwickeln eine bessere Akzeptanz für Teambildung und kollaboratives Arbeiten in virtuellen und mobilen Umgebungen und bekommen Mut zu aktiver Teilnahme und Teilhabe.

Mein Fazit: Die richtige Zeit für den ersten Schritt ist jetzt!

Eine CSR-Strategie, die maßgeblich durch die Mitarbeiter eines Unternehmens beeinflusst und gestaltet wird, überzeugt durch Authentizität und gelebte Werte. Sie fördert, nutzt und wertschätzt das soziale Potenzial jedes einzelnen Mitarbeiters im Sinne gemeinsamer gesellschaftlicher Verantwortung.

Mit Konzept und Framework für ein Volunteer Management System bietet UEBERBIT ein nachhaltig nutzbares Werkzeug an, das den Auf- und Ausbau einer solchen CSR-Strategie, die auf kollaborative Energien setzt, digital und alltagstauglich möglich macht. Der Kreativität zu individueller Ausprägung sind dabei keine Grenzen gesetzt.

 

Über die Autorin Anja Roth:
  • Yellow House of Change bei UEBERBIT seit 2016
  • Diplomierte Kommunikationsdesignerin der HBK Saar
  • Beratung, Strategie und Konzeption in digitalen Welten seit 1996
  • Dozentin im Z-Modul für Kreativitätstechniken der Zürcher Hochschule der Künste seit 2013
  • Ansprechpartnerin für das Netzwerk Gesellschaftliche Verantwortung der IHK Rhein-Neckar und Pfalz seit 2013
  • Gründerin des sozialen Ehrenamts rhein-neckar-hilft und Ansprechpartnerin für CSR in Unternehmen seit 2014